Girls Day LogoAm 28. März waren drei Schülerinnen der achten Klasse am Girls' Day bei NetSystem zu Gast. Das Programm stand bereits und startete um 9.00 Uhr. Mit Aufgabenzettel und Stift in der Hand ging es auch sofort los. Zahlreiche Fragen galt es zu beantworten, um NetSystem und seine Mitarbeitenden kennen zu lernen. Wer hatte noch ein Telefon mit Wählscheibe und wann wurde die Firma gegründet? Zwei Beispiele für etwa 20 Fragen, die die Mädchen im Sturm durch das Großraumbüro trieben. Auf der Suche nach den Antworten verflogen ganz schnell die Berührungsängste vor den Mitarbeitenden und der Firma. Die Anspannung war weg und es wurde viel gelacht.

Treffer bei der Firmen-Rallye: Edin hat schon mal ein Telegramm verschickt

Treffer bei der Firmen-Rallye: Edin hat schon mal ein Telegramm verschickt.

Nach so viel Aufregung am Morgen konnte man gemeinsam beim Frühstück etwas mehr übereinander erfahren und im Anschluss stellte sich die Firma mit einer kurzen Präsentation vor. Da unser Thema für den Girls' Day "Informationstechnologie ist weiblich" lautete, galt es diese Behauptung natürlich auch zu untermauern. In einem kurzen Vortrag schilderte unser Ausbilder, welchen maßgeblichen Einfluss Frauen für die Entwicklung der IT hatten und haben. Ada LovelaceHedy LamarrIda Rhodes und Radia Perlman waren nur einige der Pionierinnen, die es zu benennen galt. Ohne deren Wirken gäbe es keinen ersten Algorithmus, kein GSM oder Bluetooth, schlechtere Übersetzungsprogramme und sogar kein Internet. Weibliche Vorbilder gibt es also genug, zu denen es sich lohnt aufzuschauen und sich inspirieren zu lassen.

Im Anschluss bekamen die Teilnehmerinnen die Aufgabe, selber zu einer dieser Vorreiterinnen, den ihnen gestellten Laptop zu benutzen, und den anderen nach einer halben Stunde ihr Vorbild zu präsentieren. Radia Perlman, Grace Hopper und Sophie Wilson wurden vorgestellt.
 
Grace Hopper. Erfinderin des Compilers. Was man zu ihr noch alles wissen kann?
Grace Hopper. Erfinderin des Compilers. Was man zu ihr noch alles wissen kann?
 
Inspiriert und schon mit einigen Errungenschaften der Informationstechnik bekannt gemacht, konnten die jungen Frauen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen über ihre Vorbilder und Motive zur Berufswahl ausquetschen. Als Hilfestellung gab es ein paar mögliche Fragen auf Handzetteln, die zum Spicken benutzt werden konnten. Die Mädchen hatten aber auch selber viele Fragen und unsere Mitarbeitenden konnten viel von ihrem Berufsbild, dem Weg der Ausbildung und dem Arbeitsleben berichten. Über manche Aussagen und Berufsmöglichkeiten wurde noch weiter nachgedacht: "Soll ich wirklich Polizistin werden oder ist vielleicht Informationstechnologie auch ein spannendes Arbeitsfeld?" meinte Alexandra.
 
Edin berichtet über seinen Beruf und die Arbeit bei NetSystem.
Edin berichtet über seinen Beruf und die Arbeit bei NetSystem.
 
Die Erwartungen wurden übertroffen. Emilia dachte, dass der Girls' Day so ablaufen würde, "dass wir den ganzen Tag hinter dem Geschäftsführer herlaufen dürften. Er uns seinen Schreibtisch zeigen würde, so nach dem Motto, das ist mein Ordner, das ist mein Computer, daran arbeite ich gerade und hier ist mein Telefon. Oh, Moment! Es klingelt gerade, wartet mal eben." Dem war ganz und gar nicht so. Sie und die anderen Mädchen waren sehr froh darüber, dass sie viele Möglichkeiten hatten, sich selbst auszuprobieren und Neues kennen zu lernen. Das Konzept IT zum Anfassen und Selbermachen ging also auf.
 
Nicht nur hinterm Rücken des Geschäftsführers. 3 Mädchen beim Girls' Day vo NetSystem.
Nicht nur hinterm Rücken des Geschäftsführers. 3 Mädchen beim Girls' Day von NetSystem.
 
Nach einer Stärkung zur Mittagszeit ging es mit einem Verdauungsspaziergang durch das Gebäude der Firma. Büros wurden gezeigt und erklärt, was da geschieht. Zum Abschluss des Rundgangs ging es noch ins Firmeneigene Rechenzentrum. Hier erfuhren die Mädchen, dass ein Rechenzentrum einen doppelten Boden hat, dass es Glasfaser- und Kupferkabel gibt, wie man ein Feuer löscht, warum es so warm ist und wie ein Kaltgang funktioniert. Bei der Führung bekamen sie auch das Innere eines Servers zu sehen, den Ort, wo die Bits und Bytes versteckt sind. Auch das Testlabor wurde ihnen gezeigt und sie stellten viele Fragen zu Netzwerken, Geräten und dem Vorgehen beim Einrichten für die Kunden.
 
Da nur selbst Geübtes auch hängenbleibt, und es auch noch etwas zum Mitnehmen für die Teilnehmerinnen brauchte, ging es nun daran mit Lötkolben und Lot selber eine Platine zu bestücken und zum Leben zu erwecken. Ein Herz aus farbenfrohen LEDs sollte auf einer kleinen Platine erstellt werden. Der Bausatz und auch die Spannungsversorgung waren schon da und so konnte nach einer kurzen Sicherheitsunterweisung losgelegt werden. Für zwei der drei Mädchen war es das erste Mal, dass sie sich am Lötkolben versuchten. Und nach anfänglicher Unsicherheit kam schnell die Routine. Das Lot schmolz die Bauteile aneinander und das Herz nahm Form an. Widerstände, Kondensatoren, Quarz, Mikrokontroller, Schalter und Spannungsversorgung - alles fand seinen Platz. Dann kam der Moment der Wahrheit, die Powerbank wurde angeschlossen und das Herz begann zu schlagen. Mit bunten Lichtfolgen zauberten die Herzen ein erleichtert frohes Lächeln in die Gesichter. Jede Teilnehmerin konnte ihr Herz zusammen mit einer Urkunde mit nach Hause nehmen.
 
Erstes Mal Löten im Leben für Emilia. Gewusst wie. Björn von NetSystem zeigt, wie es geht.
Erstes Mal Löten im Leben für Emilia. Gewusst wie. Björn von NetSystem zeigt, wie es geht.
 
Auch Stephan Klein, Geschäftführer, hat einst mit Löten angefangen. Das Talent liegt in der Familie. Zoes Platine hat keine kalten Lötstellen.
Auch Geschäftsführer Stephan Klein hat einst mit Löten angefangen. Das Talent liegt in der Familie. Zoes Platine hat keine kalten Lötstellen.
 
Um 16:30 gab es nochmal ein Gruppenfoto und mit "War Mega, Danke für den tollen Tag" und "Ihr seid alle mega nett <3" verabschiedeten sich die jungen Frauen. Ihr erster Blick in die IT-Branche in unserem Haus hat die Mädchen vielleicht inspiriert auch einmal Großes in diesem Feld zu vollbringen, als Informatikerin oder Systemelektronikerin.
 
Der große Moment? Wird es angehen?
Der große Moment. Wird es angehen?
 
Freude und Erleichterung. Als Alex' Herz zu leuchten beginnt, fängt auch sie an zu stahlen.
Freude und Erleichterung. Als Alex' Herz zu leuchten beginnt, fängt auch sie an zu stahlen.

 Ziel erreicht. Unser Girls' Day traf mitten ins Schwarze. Das Feedback unserer Teilnehmerinnen.
Ziel erreicht. Unser Girls' Day traf mitten ins Schwarze. Das Feedback unserer Teilnehmerinnen.
 
"Wir würden uns darüber freuen, wenn Ihr Herz an an diesem Tag begonnen hat, für die IT zu schlagen. Auch für uns war es ein schöner Tag und wir haben uns sehr gefreut, sie hier zu haben! Frauen in der IT sind immer noch unterrepräsentiert und dieser Tag zeigt unseren Anspruch, dies zu ändern." sagte Geschäftsführer Stephan Klein zum Abschied. "Daher kommt gerne wieder und macht bei uns ein Praktikum oder eine Ausbildung! NetSystem bildet aus!"
Die Teilnehmerinnen und Mitarbeitenden von NetSystem freuen sich über den gelungenen Girls' Day.
Die Teilnehmerinnen und Mitarbeitenden von NetSystem freuen sich über den gelungenen Girls' Day.

 

 

 

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